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Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion ist das Standardverfahren zu Behandlung chronischer Entzündungen im Bereich der Wurzelspitze. Hiervon häufig betroffen sind Zähne, die bereits vom Zahnarzt wurzelgefüllt wurden. Durch die Aufzweigung des Nervkanales (Ramifikation) im Bereich der Spitze der Wurzel (sog. Delta) können Bakterien mitunter überleben und zu der Entzündung im Bereich der Wurzel des Zahnes führen.
Hierbei unterscheidet man die akute Entzündung, die regelmäßig mit Schmerzen verbunden ist, von der chronischen Entzündung, die vom Patienten sehr häufig unbemerkt verläuft und nur im Röntgenbild sichtbar ist. Diese chronischen Entzündungen sind nicht ungefährlich, da sie als bakterieller Streuherd (Fokus) angesehen werden müssen, der auch andere Organe oder Organstrukturen befallen kann.

Ziel der Wurzelspitzenresektion ist es die Ramifikationen (kleine Seitenkanäle im unteren Drittel der Wurzel) der Wurzelspitze nebst der Entzündung vollständig zu entfernen. Dabei handelt es sich um einen Erhaltungsversuch des erkrankten Zahnes. Die Erfolgsaussichten sind dabei von der Größe des Entzündungsherdes und dessen Lage abhängig. In vielen Fällen kann der Zahn auf längere Zeit hin gerettet werden. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Zähne mit einer, zwei oder drei Wurzeln sowie die entsprechende Anzahl der Wurzelkanäle, die sehr variantenreich sein kann. Hier hilft uns die Technik der Vergrößerung (Lupenbrille und OP-Mikroskop).

 

Behandlungsablauf:

In der Regel wird eine Wurzelspitzenresektion unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Wurzelspitze wird freigelegt, anschließend im Bereich der Ramifikationen abgetragen und der Entzündungsherd oder eine eventuell vorhandene Zyste entfernt. Ist der Zahn noch nicht wurzelgefüllt, erfolgt diese nach ausgiebiger Desinfektion und Säuberung der Kanäle von der Zahnkrone aus (orthograde Wurzelkanalfüllung).
Ist der Zahn bereits wurzelgefüllt und die Füllungen erweisen sich bei der Inspektion als nicht dicht, erfolgt die Erweiterung der Kanäle mit speziellen Ultraschallgeräten und nach Reinigung und Desinfektion können diese mit Füllzement bakteriendicht verschlossen werden (retrograde Wurzelkanalfüllung). Wir verwenden hierzu einen amerikanischen Zement, der sich in vielen wissenschaftlichen Publikationen als hervorragend ausgezeichnet hat (MTA).

Da die Strukturen sehr klein sind, arbeiten wir bei dieser Operation grundsätzlich mit Vergrößerung, sei es Lupenbrille oder Operationsmikroskop, um einen möglichst großen Erfolg zu erreichen. Dies bedeutet zwar einen Mehraufwand, andererseits sind die Ergebnisse deutlich besser. Besteht keine Aussicht auf Erfolg, da die Entzündung bereits zu weit fortgeschritten ist, raten wir eher zum Implantat.
In vielen Fällen jedoch können damit befallene Zähne noch über Jahre gehalten werden.