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Parodontose-Behandlungen

Parodontitis ist eine weit verbreitete Erkrankung des Zahnfleischs, der zahnhaltenden Strukturen und des Kieferknochens, die zu einer Zahnlockerung führen kann. Ursache der Parodontitis sind Bakterien, die sich zwischen Zähne und Zahnfleisch ablagern und vermehren. Diesen Belag nennt man Plaque.
Bakterielle Beläge können durch angemessene Mundhygiene entfernt werden. Geschieht dies über längere Zeit nicht, bilden sie einen harten, unebenen Belag (Zahnstein). In der Folge kann eine chronische Entzündung des Zahnfleischs entstehen. Es rötet sich, schwillt an und blutet schon bei leichter Berührung.

Besteht diese Entzündung länger, schwindet der Knochen und die Zähne lockern sich, bevor sie dann verloren gehen.
Daneben ist die Parodontitis eine Erkrankung, die das Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und viele mehr, signifikant und wissenschaftlich erwiesen, erhöht.

Behandlungsablauf:

Einer jeden Behandlung geht eine sorgfältige Befundaufnahme voraus. Hierbei richten wir uns nach den Vorgaben der wissenschaftlichen Gesellschaften, z. B. der DGP (deutschen Gesellschaft für Parodontologie).
Nach exakter Befunderhebung erfolgt im Regelfall die grobe Entfernung von Zahnstein in der ersten Sitzung.
In der zweiten Sitzung erfolgt dann die professionelle Zahnreinigung, die bei Patienten der GKV privat bezahlt werden muss, obwohl sie eine unabdingbare Voraussetzung der Behandlung darstellt.
Es gibt zwei Methoden der Parodontose-Behandlung, das geschlossene - und das offene Verfahren.

Geschlossenes Verfahren:

Bei dem geschlossenen Verfahren werden die parodontalen Taschen ohne Aufklappung in örtlicher Betäubung gesäubert. Dabei werden subgingivaler Zahnstein sowie krankhaft verändertes Taschengewebe entfernt.

Offenes Verfahren (Parodontale Lappenoperation):

Unter der parodontalen Lappenoperation versteht man ein chirurgisches Verfahren, bei dem ein Schleimhautlappen gebildet wird, um die Wurzeloberflächen und Knochentaschen unter direkter Sicht zu behandeln.

Schmelz-Matrix-Proteine:

In den 1980er Jahren wurde ein Verfahren entwickelt, welches die Neubildung des Zahnhalteapparates unterstützt, der durch eine Parodontitis zerstört wurde. Hierbei werden Prozesse imitiert, die bereits bei der frühkindlichen Zahnentwicklung stattgefunden haben. Auslöser für die Nachahmung sind bei dieser Behandlung sogenannte Schmelz-Matrix-Proteine. Diese werden während der Zahnentwicklung vom Körper selbst hergestellt. Nach Abschluss der Entwicklungsphase stellt der Körper die Produktion wieder ein. Das Prinzip der Behandlung mit Schmelz-Matrix-Proteinen ist, dass diese Auslöser von außen zugeführt werden. Der Körper wird dadruch an einen Entwicklungsprozess "erinnert" und die Gewebebildung beginnt erneut.

Guided tissue regeneration:

Das GTR-Verfahren, zu Deutsch "gesteuerte, membrangestützte Gewebsregeneration", hat das Ziel, das durch Parodontalerkrankungen verloren gegangene Zahnhaltegewebe wieder aufzubauen.
Diese Methode beinhaltet das Setzen einer Barrieremembran, die die Wurzeloberfläche und den parodontalen Defekt bedeckt und so den Zellen des Parodontalligamentes die selektive Wiederbesiedelung der vorher von der Parodontitis befallenen Wurzeloberfläche ermöglicht.

Guided bone regeneration:

Unter der GBR-Methode versteht man ein Verfahren der knöchernregenerativen (Wieder-)Auffüllung von Knochendefekten unter Verwendung von Membranen oder der Einheilung eines Knochentransplantates und/oder synthetischen Materials. Ziel der GBR ist der knöcherne Wiederaufbau des Alveolarkammes bei mangelndem Knochenangebot und die knöcherne Heilung von lokalisierten Defekten.